Industriegeschichte in Tampere - Visit Tampere

Industriegeschichte in Tampere

09.05.2018

Tampere wurde 1779 an der Stromschnelle Tammerkoski gegründet. Heute gehören die Stromschnelle Tammerkoski und die industriellen Backsteingebäude an ihren Ufern zu den Nationallandschaften Finnlands.

Industrie von alt bis modern

Die Stadt entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum bedeutendsten industriellen Zentrum Finnlands. Die alten Hauptindustriezweige sind längst durch moderne ersetzt worden, und den alten Fabrikbauten im Zentrum wurde neues Leben eingehaucht.

Es gibt allerdings immer noch eine Fabrik, die aktiv mitten im Stadtzentrum in der Nähe des Hafens Laukontori produziert. Die Fabrik Tako, die 1865 als mechanische Holzschleiferei begann, gehört heute zur Metsä-Board-Gruppe und produziert hochwertige faltbare Pappe.

Finlayson 

Die 1820 von dem Schotten James Finlayson gegründete Baumwollfabrik Finlayson war einst eines der wichtigsten Industrieunternehmen im Norden. Heute beherbergt das Finlayson-Gelände verschiedene Büros, Restaurants, Cafés, Shops, Museen und ein Kinozentrum. Eines der Museen auf dem Gelände ist das Arbeitermuseum Werstas (kostenloser Eintritt).

Der Stallhof ist ein Teil vom alten Tampere, das im 19. Jahrhundert um die Baumwollfabrik Finlayson herumwuchs. Der Fabrikbesitzer Wilhelm von Nottbeck ließ die Stallgebäude für seine Pferde bauen. Heutzutage beherbergt der Stallhof kleine Handwerksläden und ein Café. Der Finlayson-Palast im Stil der Neorenaissance wurde wiederum 1899 für Wilhelm von Nottbecks Sohn erbaut und dient heute als Restaurant.

Tampella 

Die Geschichte vom Tampella-Gelände begann 1844 mit einem kleinen Hochofen. Im Jahre 1861 wurden die damaligen Maschinen- und Leinenfabrik zu einem Unternehmen fusioniert, das später als Tampella bekannt wurde. Die Firma produzierte schwere Geräte, wie Schleifmaschinen, Turbinen, Schiffe und Lokomotiven sowie auch Leinenprodukte. Die ehemalige untere Werkstatt von Tampella beherbergt heute das Museumszentrum Vapriikki.

Das Tampella-Gelände ist heutzutage zu einem Gebiet verwandelt, das Wohnen, Kultur und Geschäftsleben verbindet. Die Straße Tampellan Esplanadi bietet eine gute Aussicht auf den höchsten Schornstein der Stadt (104 m), der zum Dampfkraftwerk von Tampella (1949) gehört. In den Holzvillen auf dem nahe gelegenen Hügel wohnten die Ingenieure und Direktoren des Tampella-Werks.

Frenckell, Kehräsaari und Verkaranta

Im 18. Jahrhundert wurde eine Papierfabrik südlich vom Finlayson-Gelände gegründet. Später wurde die Fabrik von J.C. Frenckell übernommen. Die jetzigen Gebäude auf dem Frenckell-Gelände stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Der Schornstein von Frenckell (1870) ist als Monument erhalten geblieben.

Das alte Industriemilieu Kehräsaari ist ein idyllisches Einkaufsgebiet, wo man Handwerksläden und Restaurants findet. Die Stromschnelle Tammerkoski kann entlang einer Fußgängerbrücke überquert werden, die südlich von einem Kraftwerk an der unteren Stromschnelle liegt.

Am Ostufer der Stromschnelle war eine Tuchfabrik von den 1850er bis in die 1970er Jahre tätig. Heutzutage liegen dort Wohngebäude, das Einkaufszentrum Koskikeskus und das Hotel Ilves. Das ehemalige Bürogebäude der Fabrik wurde 1896 erbaut, und die alte Färberei (1858) beherbegt heute das Handarbeits- und Kunstgewerbezentrum Verkaranta.

Markthalle (Kauppahalli)

Die Markthalle von Tampere ist Nordens größter überdachter Markt für Lebensmittel schon seit 1901. Hier muss man wenigstens die schwarze Blutwurst namens „mustamakkara“ und das örtliche Gerstenbrot „rievä“ probieren! Und dazu genießt man die historische Umgebung an allen Ecken.

Arbeiterviertel Amuri 

Amuri war Finnlands erste Arbeitersiedlung. Nur ein Häuserblock aus den alten Zeiten ist bis heute erhalten geblieben: das Arbeiterviertelmuseum Amuri zeigt die Geschichte der Fabrikarbeiterwohnungen von den 1880er bis in die 1970er Jahre.

Die Amurinlinna-Gebäude wurden in den 1950ern für die Arbeiter des Finlayson-Werks gebaut. Das höchste Gebäude mit 14 Stockwerken war das Zuhause „der Baumwollfabrikmädels“, und es steht immer noch in Hämeenpuisto.

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